Frau Fricke wundert sich über Loser

„Use it or you lose it.“ wispern Personal Trainer, ihren Klienten zu, um uns Marshmallow-Männchen einen Riesen-Schrecken einzujagen. Was wir nicht benutzen, das ist irgendwann einfach nicht mehr da. Ist das schlimm? 

Neulich war ich beim Arzt. Mal wieder. Und ich ärgere mich. Ich hab da was. Und seit fast zwei Jahren weiß keiner, was. Es ging mit einem kleinen roten Fleck los und ist jetzt ein relativ großflächiger Ausschlag. Über den kleinen Fleck zuckte die Ärztin die Achseln. Hat man mal, fand sie. Weiß auch nicht. Geht wieder weg. Ging es aber nicht.
Seit dem machen google und ich ihren Job. Und wir sind offenbar genauso lausig darin wie sie.  Ich sitze also beim Arzt und ärgere mich, weil ich einem deutschen Politiker leider Recht geben muss, der kürzlich meinte, die Leute sollten mal nicht so oft zum Arzt gehen. Eine app täte es ja auch. Er hätte da eine, die ihn in 24 Fragen zur Diagnose führt. Und da denke ich noch: Minimal einer von den beiden ist ein Vollidiot.
Denn Ärzte sind wahnsinnig wichtig – und zwar gerade, indem sie etwas herausfinden, das sie NICHT gefragt wurden.
So eine App, das ist ja der Witz daran, folgt ja nur standardisierten Prozessen.
Eine App ist eine Murmelbahn. Ein guter Arzt ist jemand, zu dem ich gehe, weil ich Husten habe und der mir sagt: „Äh ja, das mit dem Husten ist einfach nur ne Erkältung, aber was ist das denn da für ein Huckel auf Ihrem Rücken? Seit wann haben Sie den denn schon?“ Und der so einen Tumor findet.

So einen Arzt kann man nicht durch eine App ersetzten.
Einen Gesundheitsminister der seine vollkommene Unwissenheit durch derart originelle Vorschläge demonstriert, den schon, finde ich.

Und natürlich auch dieses blinde Huhn im Kittel, das gerade vor mir steht. Denn diese Ärztin ist, weil sie uninteressiert ist an mir und an ihrem Beruf, eigentlich nichts weiter als ein Hindernis zwischen mir und einer app, die das in Zusammenarbeit mit einem Labor besser hingekriegt hätte.
Was nämlich wichtig ist, zu verstehen, ist:

Apps ersetzen keine Menschen. Apps ersetzen Indifferenz. 

Dem Einzelhandel hat die Digitalisierung ja schon große Stücke aus der Flanke gerissen.
Und das hat er genau genommen von langer Hand selbst vorbereitet. Die Läden sind immer größer geworden, die Personaldichte immer geringer. Verkäuferinnen, die was wussten und auch Spaß an ihrem Job hatten, wurden durch billigere Kassiererinnen ersetzt,  die lustlos ein Sortiment in die Regale räumen, in dem sie nicht einmal eine ungefähre Orientierung haben. Bevor ich eine Verkäuferin frage, ob es irgendwas auch irgendwie anders gibt – größer, schwärzer, schöner – weiß ich schon die Antwort:

„Wenn’s da nicht hängt…“ Ein Satz übrigens, der nie zu Ende gesprochen wird.

Wenn es da hinge, würde ich dann fragen?
Und wenn es hier sowieso nur das gibt, was ich mir selber raussuchen kann, was machst du dann hier?

Neulich, als ich eine Porzellandose in einem der Kaufhäuser kaufte, die gerade mal wieder vor der Pleite stehen, übergab mir die Kassiererin ein Päckchen, das in Seidenpapier eingepackt war. Es klapperte. Ich gab ihr die Dose zurück und bat sie, die noch einmal einzupacken und zwar so, dass zwischen Deckel und Dose eine Lage Papier liegt. „Ich muss damit noch fliegen“, erklärte ich mich scheu.
Sie verdrehte die Augen.

Amazon verdreht nie die Augen. 

Wenn die Leute die Wahl haben, zwischen miesem, zeitraubendem physischen Service und digitaler ruck-zuck-wir-bringens-auch-nach-Hause-Einkauferei, wofür entscheiden die sich wohl?

Also: Da wo keine Liebe ist, ist bald amazon. Oder eine Gesundheits-App. Oder sonstwas.
Und darum ist es auch nicht schade. Was schade ist, ist, dass die Gleichgültigkeit der Doofen auch die Ambitionierten mit in den Abgrund reißt und uns so wunderbarer Erfahrungen beraubt – und vielleicht sogar des Lebens.

Denn ich muss schon mal etwas Gutes erfahren haben, um etwas Schlechtes zu erkennen. Ich muss wissen, dass es ärztliche Behandlung jenseits der Standardfragen gibt.
Wenn ich zum Beispiel mein Leben lang in Buchhandlungen eingekauft habe, in denen Buchhändler wahlweise auf die Spiegel-Bestseller-Liste verweisen oder darauf, dass sie jeden Titel innerhalb von vierundzwanzig Stunden bestellen können, dann gibt es da nichts, was man nicht durch einen Versandservice ersetzen könnte. Ich komme – ganz wie eine Diagnose-App – aber auch nicht darauf, etwas zu vermissen, dass ich nicht kenne.
Das ist tragisch. Denn wer zu einem Buchhändler geht, um das Buch zu kaufen, das zu kaufen er sich schon vorher vorgenommen hatte, der hat ja keine Ahnung, was eine richtige Buchhandlung ist. So ein richtiger Buchhändler, der kennt alle seine Bücher. Vor allem die, die sonst keiner kennt. Und er weiß genau, was du magst. Und besser noch, der weiß genau, was du brauchst. Und der öffnet dir Türen zu Welten, die du allein nie entdeckt hättest. So ein Buchhändler, der steht nicht an der Kasse. Der verändert Leben. Und er tut das, weil du ihm nicht egal bist. Und wenn du ihm egal bist, sind es jedenfalls nicht seine Bücher. Und eben hierin liegt das Unersetzliche:

Eine app kann nicht lieben.

Ihre Kunden nicht. Bücher nicht. Medizin nicht. Eine app ist per se gleichgültig.
Und wir sind bereit, uns damit abzufinden, weil wir es nicht mehr besser kennen.
Weil wir eindimensional denken. Weil uns die eminente Bedeutung zwischenmenschlicher Interaktion nicht klar ist.

Wir denken wirklich, ein Buchhändler verkauft einfach nur Bücher.
Wir denken wirklich, ein Barmann schenkt einfach nur Bier ein.
Und selbst der Gesundheitsminister denkt, ein Arzt stellt aufgrund von Standardfragen Standarddiagnosen.

Wir haben verlernt, dass 50% ihrer Lieferung aus Hingabe besteht.

Wir haben das verlernt wie wir schon Kartoffelbrei-machen verlernt haben.
Oder Brot backen. Oder wie man Pfefferminze von Brennnesseln unterscheidet.

Und jetzt haben wir verlernt, dass es jemanden geben sollte, dem wir nicht egal sind.

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Frau Fricke wundert sich, ob sie was Einzigartiges verpasst hat

Warum sind alte Menschen so unflexibel? Warum sehen sie nicht die neue Welt, die den Jungen schon klar am Horizont erscheint in all ihrer Macht und Schönheit? Warum sind die so doof? Vielleicht, weil sie nicht alles, was sie zum ersten Mal sehen für neu und aufregend halten. Vielleicht auch, weil sie durch die neuen Schläuche den alten Wein erkennen.

Mit Kaffee hat’s angefangen. Ich stehe vor einem bärtigen Mann, an dem jemand eine schwere Segeltuchschürze mit Lederriemen vertäut hat, als müsse sie einen Sturm überstehen. Eigentlich will ich nur einen Kaffee. Der Mann guckt mich erwartungsvoll an, als käme da noch was. Es kommt nichts. Er zieht die Augenbrauen hoch und steufzt. „So kann ich nicht arbeiten“ soll dieses Seufzen heißen. „Ich brauche hier echt nen Briefing.“ Ich bin verunsichert. Haben wir hier ein sprachliches Problem?

„Äh, Kaffee“ sag ich. „Weißtschon. Heißes Wasser, das durch gemahlene Kaffeebohnen läuft.“ Er sieht durch mich durch. „Lecker.“ sag ich also tapfer und hoffe, dass er damit irgendwas anfangen kann. Und tatsächlich wird er plötzlich munter.

„Oh“, sagt er, „Ja, das haben wir.“ Ich bin nicht überrascht. „Ganz neu. Erst seit ein paar Tagen.“ Jetzt bin ich’s schon. Er dreht sich um und verschwindet kurz. Dann kommt er mit etwas wieder, von dem er sicher ist, dass ich es noch nie gesehen habe. Er hält es triumphierend in die Höhe und ich sehe kurz, was er jetzt sieht: Ein verrücktes Instrument. Ein Ding, das man eher in einem Labor vermuten würde. Den ganz letzten heißen Scheiß.

Der Mann schmeißt ein Gerät an, das tatsächlich aussieht, wie der Bunsenbrenner aus meinem Chemieunterricht und darüber stellt er ein ulkiges Gestell und darauf eine Glasblase mit Wasser. Wir sind definitiv im Chemieunterricht. Während das Wasser seinem Siedepunkt entgegeneilt, greift er in eine Schublade und holt eine winzige Tüte aus dickem braunen Papier heraus. Damit kleidet er das Instrument aus, das er aus dem Hinterzimmer geholt hatte, mahlt Kaffee, füllt das Kaffeemehl ein und hält mir einen kurzen Vortrag über Kaffeearmomen und die ultimative Methode, sie der Bohne zu entreißen. Nämlich diese hier. Er gießt das inzwischen blubbernde Wasser auf. Ein betörender Duft steigt auf.

„Ach“ sag ich, „Das riecht jetzt so nach Sonntag bei Opa. Der hat das auch immer so gemacht.“

Dem Bärtigen fällt fast die Glasblase aus dem Schutzhandschuh. „Das ist aber was ganz Neues.“ sagt er. „Nee“, sag ich, „Das ist Filterkaffee. Da wo ich herkomme, hat man Kaffee früher immer so gemacht. Also jetzt bevor Cappuccino in Mode kam. Und Espressomaschinen und sowas.“ Der Bärtige ist entsetzt. Ich kann nicht sehen, aber erahnen, wie seine Mundwinkel hinter seinem Kinnpelz zusammenfallen. Hinter seinen hohlen Augen sehe ich sein Leben rückwärts vorbeilaufen. Alles, wofür er gelebt hat, verschwindet in diesem Moment durch einen Kaffeefilter, den ich als „poplig“ bezeichnet hätte – bevor ich die Rechnung gesehen hab.

Vielleicht hat er sich abends in einem Akt von Autoaggression einen Nescafe gemacht und leise hinein geweint. Vielleicht hat er aber auch seinem Kummer über die Ignoranz seiner Umwelt in 140 Zeichen Ausdruck verliehen.

Der Häschtäck „diesejungenleute“ würde sich da anbieten.

Da treffen sich junge Leute gewissermaßen um gemeinsam zu beklagen, was noch jede Generation junger Leute vor ihnen beklagt hat: Dass alle ganz gemein sind zu den jungen Leuten. Keiner nimmt sie ernst. Keiner hört ihnen zu. Keiner sieht, dass sie total toll und voll innovativ sind. Und – vielleicht wenigstens ein kleines bisschen neu:

Keiner sieht wir unglaublich einzigartig sie sind, diesejungenleute. Sie selbst und alles, was sie tun. 

Das übrigens, scheint besonders schwer auszuhalten: dass alles schon mal da war. Selbst diese Schwierigkeiten, seinen Platz in der Welt der Etablierten zu finden, ist nicht neu. Das also war der Grund, warum damals der „Fänger im Roggen“ als Klassensatz bestellt wurde!

Nie ist was neu und einzigartig genug. Jedes Mal, wenn diesejungenleute mit glänzenden Augen irgendetwas Neues in die Gesellschaft tragen, gähnen nur alle träge und sagen: „Kennwaschon.“ Denn merke: Nur weil etwas einen Häschtäck hat, ist es noch nicht revolutionär. Und was die urls angeht, die allein machen auch noch keine Innovation. Auch im letzten Jahrtausend gab es schon Kasinos, Mitwohnzentralen, Mitfahrzentralen und Versandhäuser. Es gab Lexika, Wörterbücher, Kinos, Pornos, Banken. Manchmal ist diese Erkenntnis für diesejungenleute ein echter Schock. Leute haben sich unterhalten, sie haben einander geschrieben, sie haben zusammen etwas unternommen und manchmal haben sie zusammen gesessen und sich etwas ausgedacht, das zumindest ihnen neu vorkam. Manchmal hatten sie sogar Erfolg damit. Und es gab Kaffee. Alles nichts Neues.

Es gab auch schon Monopolisten, Kopisten, Firmenzusammenbrüche und Disruption. Sorry. 

Vielleicht sind die Alten da etwas gelassener, weil sie genauso waren, weil auch sie alles superrevolutionär und absolut neu fanden, was sie zum ersten Mal verstanden hatten. Weil auch sie ihre Umgebung damit genervt haben. Weil auch sie ihre Begrenzung nicht erkannt haben. Sie haben die Entwicklungen von Dingen gesehen, die sie für unfehlbar hielten, sie haben gesehen, wie sie im langen Marsch durch die Jahrzehnte abschliffen wurden und die immer selben archaischen Machtstrukturen und Urinstinkte frei legten. Am Ende ging es immer nur um Macht und Geld und den eigenen Vorteil. Und auch das ist weder neu noch einzigartig. Kain und Abel, Jakob und Esau, Josef und seine Brüder könnten ein Hinweis darauf sein.

Blöd gelaufen für die Prinzen und Prinessinnen, die mit „Ganz besonders und einzigartig“ als Motto im Schild aufgewachsen sind. Ich selbst bin ja ein Baby Boomer. Das war ja noch die Schuldigung-dass-ich-da-bin-Generation. Die Hochzeitsgrundkinder, die gelernt haben, dass sie sich jetzt bitte wenigstens im Hintergrund halten möchten, wenn sie ihre Eltern schon mit ihrer Existenz belästigen und sie an der gerade in Mode gekommenen Freien Liebe hindern. Das sind die, von denen es immer zu viele gab. Zu große Klassen, zu wenige Ausbildungsplätze, zu wenige Wohnungen. Das sind die, deren erste Pflicht es war, mit dem Hintergrund zu verschmelzen und nicht weiter aufzufallen. Das wollte unsere Generation ihren Kindern ersparen. Und so entstand die Generation Du-sollst-wissen-das-du-etwas-ganz-Besonderes-bist. Wir haben’s gut gemeint, aber nicht gut gemacht. Denn was uns nicht klar war: Das, wovor wir unsere Kinder unter allen Umständen bewahren wollten, haben wir ihnen so als werkseitig eingebaute Sollbruchstelle mitgeliefert: Das totale Versagen. Hinter der Versicherung, besonders zu sein, lauert auch der Anspruch, es sein zu müssen.

Rein mathematisch kann aber nun mal nicht jeder einzigartig und überragend sein.

Und so bleibt diesenjungenleuten eigentlich nichts weiter übrig, als alles, was sie gerade neu gelernt, neu verstanden oder sich neu angeeignet haben, als einzigartige Erkenntnis und total neue Entwicklung umzudeuten. Wenn eine echte Kulturrevolution ausbleibt, (Sorry, Leute auch die gab’s schon), dann verbiegt man sich eben in Kognitiver Dissonanz, so lange, bis man etwas dahin umdeuten kann, dass es wie ein Vorbote eines leuchtenden neuen Zeitalters aussieht. Verzweifelte Gründer und ihre mittellosen Ausbeuterbuden werden schnell zu Startups umlackiert und holen sich damit einen „Gut gemacht“ und eine Million Venture Capital von der Generation, die ihnen verschweigt, dass sie das eigentlich nur aus nostalgischen Gründen macht.

Es war blöd, diesejungenleute mit der Hypothek zu belasten, etwas Besonderes sein zu müssen. Es ist auch blöd, ihnen jetzt vorzumachen, dass nur sie allein die Welt verstehen. Denn wir haben hier eine Aufgabe, die wir nur im Teamwork bewältigen können. Die Etablierten haben die Erfahrung – ja und manchmal auch die Angst –  die vor Kurzsichtigkeit und übereilten Entschlüssen bewahrt und die Jungen haben den Mut – ja und manchmal auch die Ignoranz – Dinge vorzuschlagen, die die Alten nicht zu denken gewagt hätten. Jeder für sich geht unter. Die einen aus Bewegungslosigkeit. Die anderen mit blindem Aktivismus. Aber zusammen wären wir großartig.

Das setzt allerdings Respekt voraus. Und Demut. Auf beiden Seiten.

Und an genau diesem Respekt lassen es die Alten fehlen, wenn sie nicht bereit sind, sich auf einen Dialog mit diesenjungenleuten einzulassen, sie in Frage zu stellen und ihnen zu erlauben fehlbar zu sein. Das setzt aber voraus, dass man sich die Mühe macht, Thesen zu hinterfragen und sich auch selbst unbequeme Fragen gefallen lässt, anstatt aus Bequemlichkeit, alles zur interessanten einzigartigen ganz und gar neuen Deutungsvariante zu erheben.

Als ich einer dieser jungen Leute war, hatte ich wundervolle Mentoren. Einer davon war Herr Diekmann, ein unwahrscheinlich kluger Handwerker, der es zu einem ausgesprochen florierenden Unternehmen gebracht hatte, das er von seiner neu bezogenen Villa im Nobelviertel der Stadt betrieb. Ich gab seiner Tochter Englisch-Nachhilfe und belehrte ihn beim Mittagessen, zu dem ich jedes Mal eingeladen wurde, dass Herr Diekmann für mich ein Ausbeuter war. Herr Diekmann nickte nicht anerkennend und fand, dass ich da aber mal auf eine ganz wahnsinnig unique Idee gekommen wäre, er erklärte mir detailliert seine Sicht – und er stellte Fragen. Kurz: Herr Diekmann nahm mich ernst. Und das hieß auch, dass er mich nicht mit Blödsinn davon kommen lies. Dafür kann ich ihm gar nicht genug danken. (Vielleicht sollte ich das tatsächlich mal persönlich tun.)

Ich hab viel von Herrn Diekmann gelernt. Und er vielleicht auch ein bisschen von mir. Ich weiß es nicht. Ist auch egal. Wichtig ist, dass Herr Diekmann nicht von mir erwartet hat, zu verstehen, dass ich nicht alles verstehe. Er hat auch nicht von mir erwartet einzigartig zu sein und die Welt zu revolutionieren. Er hat einfach nur erwartet, dass ich ihm denselben Respekt entgegenbringe, den er mir entgegen zu bringen bereit war. Und ein Teil dieses Respekts war, dass er mir nicht vorgemacht hat, ich wäre mehr als ich war. Ein Teil dieses Respekts war auch, dass ich wusste, dass er mich trotzdem schätzt. Einfach dafür, dass ich ich war. Wenn ich irgendwas von Herr Diekmann gelernt habe, dann, dass ich gar nicht Besonders sein muss, um wichtig zu sein. Kein Gründer, kein Influencer, keiner, der den Filterkaffee neu erfunden hat. Einfach nur ich.

Vielleicht war das meine Kulturrevolution.